FILZEN |
alle Techniken |
|
Vor ca. 2500 Jahren
entwickelten Nomandenvölker des europäisch-asiatischen Nordens
das Filzen. Es entstanden sogenannte Jurten (transportable Wohn-stätten),
Kleidungsstücke, Gebrauchs- und Kultgegenstände. Außerdem
gibt es viele Legenden über die „Erfindung“ des Filzens.
Aus einigen Ländern gibt es interessante Funde, z. B. in Südsibirien
Filz als Grabbeigaben. Man fertigte zum täglichen Gebrauch Wandverkleidungen,
Sitzkissen, Taschen, Decken, Sattelunterlagen, Schuhe, Mäntel und
vieles mehr, damals, bis zum heutigen Tag. Filz entsteht aus Rohwolle, heißem Wasser, Schmierseife und Bewegung. So verbinden sich die losen Fasern der Wolle. Die Einwirkung von Feuchtigkeit, Wärme und Reibung (Filzen und Walken) ist entscheidend für die Festigkeit des entstandenen Filzteiles, egal, welche Technik verwendet wird und wie strapazierfähig das Werk sein muß. Die Rohwolle ist als Vlies, Kardenband und Kammzug erhältlich, gröbere bis superfeine Wolle, naturfarben oder herrlich bunt erschließen ein großes Spektrum an Möglichkeiten, vom Teppich bis zum zarten Halsschmuck. Als Arbeitsplatz dient ein Tisch oder die Abtropfstelle an der Spüle. Sehr beliebt bei Alt und Jung ist das Filzen im Freien. Gemeinsame Aktivitäten auf Festen sind das ganze Jahr über auf Märkten oder in Kursen möglich.
|
|