HARDANGER |
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Die Hardangerstickerei
ist eine zeitlose, besonders schöne Handarbeit. Sie gehört zum Kulturerbe der Norweger und ist nach dem norwegischen Hardanger–Fjord benannt. Die lange norwegische Tradition der Hardangerstickerei hat sich bis heute erhalten. Auf Hemden, Blusen und Schürzen der bäuerlichen Tracht ist diese Art von Weißstickerei häufig zu finden.
Jedoch auch Tisch– und Bettwäsche besticken die Frauen dieser
Gegend. Den Ursprung hat die Hardangerstickerei allerdings im Orient.Von dort gelangte sie über die Handelswege nach Italien. In Norwegen wurde diese feine, neue Stickerei vor ca. 300 – 400 Jahren von den besser gestellten Ehefrauen der Staatsmänner eingeführt. Die Hardangerstickerei gehört zum Doppeldurchbruch. Bei dieser Stickerei handelt es sich immer um eine fadengebundene Stickerei, dadurch basiert die Musterung auf geometrischer Grundlage. Je feiner und regelmäßiger das Leinen, umso feiner die Arbeit und somit auch die Haltbarkeit der Stickerei. Auf zählbarem Leinen werden zuerst die Umrandungen der Durchbruchsfelder mit Plattstich umstickt, dann erst die Fäden gezogen. Für den Plattstich wird ein etwas stärkerer Stickfaden als der Gewebefaden verwendet. Dieses entstandene Gitter wird dann mit verschiedenen Stichen umstopft oder ausgefüllt. Für die Füllungen oder zum Umstopfen nimmt man feineres Garn. Hardangerstickerei wird oft mit Ajour oder Kreuzstich kombiniert. Besonders edel wirkt diese Handarbeit, wenn sie Ton in Ton gearbeitet wird.
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