HOHLSAUM- UND DURCHBRUCHARBEITEN
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Hohlsaumstickerei ist von alters her auf der ganzen Welt verbreitet: in antiken ägyptischen Gräbern wurden schon Textilien mit einfachen Hohlsäumen gefunden; ebenso kennen wir Stücke aus der Zeit der Inkakultur in Südamerika.
Die zunächst einfachen Muster wurden bald verfeinert. Schon die Handarbeiten des späten Mittelalters demonstrieren, welche Vielfalt an Möglichkeiten diese Technik bietet.
Verschiedene Ausdrücke für diese Art der Stickerei verwirren die Stickerin:
Mit der Hohlnaht bezeichnet man das Bündeln der Gewebefäden.
Die Hohlnaht wird zur schmückenden Handarbeit, wenn sie innerhalb einer Gewebefläche ausgeführt wird.
Werden Hohlnähte zum Befestigen eines Saumes angewendet, so bezeichnet man sie als Hohlsaum.
Hohlsaum oder einfacher Durchbruch bezeichnet eine Handarbeitstechnik, für die als Grundlage die Gewebefäden des Stoffes in einer Richtung ausgezogen also senkrecht oder waagrecht. Die verbliebenen Gewebefäden werden durch Hohlsaumstiche oder andere Zierstiche kunstvoll gebündelt.
Vom einfachen Stäbchenhohlsaum bis zum aufwendigen Russischen Hohlsaum, auch Myreschkastickerei genannt, gibt es eine große Auswahl an Möglichkeiten.