LINIENSTICKEREI |
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Mit Linienstickerei
bezeichnet man Arbeiten, bei denen die Konturen gestickt sind. Die
Motive werden auf nicht zählbarem Stoff aus Leinen, Seide oder
Baumwolle aufgezeichnet oder aufgepaust. Diese Technik gehört zu der ältesten, einfachsten und vielseitigsten Form des Stickens überhaupt. Der Stielstich war schon etwa 900 v. Chr. in Ägypten und Peru bekannt. Großartige Beispiele von Spaltstich-Arbeiten findet man in mittelalterlichen Bildstickereien. Der Teppich von Bayeux, wohl einer der bekanntesten und wertvollsten Kulturschätze des Normannen–Reiches – gefertigt vor ca. 900 Jahren – ist zum Großteil in Linienstickerei ausgeführt. Einen Höhepunkt der Beliebtheit dieser unkomplizierten Stickerei erreichte sie in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts.
Die Stickerei wurde in der Regel mit einfarbigem, meist rotem Sticktwist
ausgeführt.In die Muster wurden oft auch Sprichwörter eingearbeitet, vor allem Sinnsprüche waren sehr beliebt wie z. B.:
Zehn sind gekommen Gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen
Der Linienstich
stellt die einfachste Art des Stickens dar, damit kommt er von allen
Formen der Stickerei der Linienzeichnung am nächsten, da er sich
– auch für Anfänger – bestens für die gelungene
Darstellung einfacher Motive eignet. Die Arbeiten werden oft nur mit
einer Farbe ausgeführt, was ihnen einen naiven Charme verleiht.
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