Ihren Ursprung
hat die Schiffchenspitze sicher nicht im europäischen Raum.
Nach Überlieferungen sollen Vorläufer dieser Technik bereits im
alten China und in Ägypten bekannt gewesen sein.
Vermutlich aus dem Orient, wo sie noch heute unter der Bezeichnung „Makuk“
bekannt ist, gelangte diese Knüpftechnik zu uns nach Europa.
Jahrhundertelang erfreute sich diese Art der Spitzenherstellung besonders
bei den Damen des Hochadels großer Beliebtheit, die sich auch gerne
mit kostbaren Schiffchen aus Elfenbein, Gold oder auch Porzellan porträtieren
ließen.
Die Bezeichnung Frivolitäten kommt aus dem Französischen und so ganz
genau weiß man den Sinn dieser Bezeichnung nicht einzuordnen.
Bis in die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts war die Occhispitze sehr
beliebt, geriet dann aber etwas in Vergessenheit.
Die Schiffchenspitze ist eine ganz besondere Art von Spitze, bei der mit Doppelknoten
und Ösen über einen Faden Ringe in Form von Augen (ital.: occhi)
gebildet werden.
Das Arbeitsmaterial ist nicht sehr aufwendig: 1 – 2 Schiffchen, fest
gedrehtes Garn, eine Häkelnadel und ein wenig Fingerfertigkeit –
mehr ist nicht nötig, um diese bezaubernden Spitzen herzustellen.
Etwas einfacher in der Handhabung ist die Technik Occhi mit der Nadel.
Hier werden mit der linken Hand Schlingen (ergeben dann auch die sogenannten
Doppelknoten) und Ösen über eine Nadel gelegt.
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