PERLEN |
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Die Menschen unterschiedlichster Kulturen
haben sich über Tausende von Jahren mit dem Farbenreichtum kleiner Perlen
befaßt, um daraus mehr oder weniger stabile „Gewebe“ mit
fesselnden Mustern herzustellen. Die ältesten Perlen, kleine scheibenförmige
Perlen aus Straußeneiern aus Ostafrika, sollen 55 000 Jahre alt sein. Etwa 2200 v. Chr. entwickelten die Ägypter Fayenceperlen, aus denen sie mit dicken Leinenfäden z.B. einen Brustschmuck für die Pharaonen in der heute sog. Peyotetechnik herstellten. Die Menschen Malaysias benützen die Netztechnik um aus Perlen Jacken, Haarbänder oder Tragnetze für Babys zu fertigen. Die Europäer schmückten über Generationen sich, Textilien und sogar Möbel mit Perlen. Die
Erfindung des Glases etwa 1500 v. Chr. bedeutete eine technische Revolution.
Die Glasindustrie breitete sich in ganz Europa aus. Im 13.Jhd. erschienen in Venedig ganz winzige Perlen, die für Stickereien und zur Herstellung von Blumen– und Blattwerk dienten. Im 15. und 16.Jhd. wurden Kleider und Wandbehänge üppig mit Glasperlen bestickt. Im 19. Jhd. erreichten Nadelarbeiten mit Perlen große Beliebtheit. Das Zentrum für Stickmustervorlagen war Deutschland. In Heimarbeit wurden kleine, gestrickte Perlenbeutel gefertigt. 1867 wurde die französische Stadt Luneville Mittelpunkt einer neuen, schnelleren Methode der Stickerei für Perlen, der „tambourierten“ Perlenstickerei. Die traditionellen Perlentechniken gerieten während des 1. Weltkrieges für ein halbes Jahrhundert nahezu in Vergessenheit. Erst in den sechziger Jahren änderte sich dies. In den USA interessierten sich die Hippies und andere Gruppen für die Indianer und deren Kunst mit Perlen. Seit dieser Zeit hat die Auseinandersetzung mit diesem faszinierenden Material in den USA eine immer größere Bedeutung gewonnen. Das Arbeiten mit Perlen ist einerseits etwas ganz eigenständiges, andererseits kommen nahezu alle textilen Techniken zur Anwendung. Perlentechniken
Fädeln Stricken --- Häkeln --- Sticken --- Weben
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